Bei allen Patienten, die zum ersten Mal in unsere Praxis kommen, führen wir neben der Untersuchung der Zähne und des Zahnfleisches eine nicht-invasive Früherkennung von Mundkrebs durch.

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Erkennung von Mundkrebs

Statistische informationen

In den USA stirbt jede Stunde ein Mensch an Mundkrebs. Mundkrebs steht in den USA an sechster Stelle bei den Krebsarten. Jedes Jahr wird bei 30.000 Patienten Mundkrebs diagnostiziert. Die Überlebenschance nach 5 Jahren beträgt nur 50%, das entspricht 8.000 Toten jedes Jahr.

Zu den größten Risikofaktoren gehören Rauchen und/oder exzessiver Alkoholkonsum, ein angegriffenes Immunsystem, persönliche oder familiäre Krebsvorerkrankungen und das Vorhandensein von HPV-Viren. In den letzten Jahren traten 25% der Neuerkrankungen bei Patienten unter 40 Jahren auf, auf die keiner der bekannten Risikofaktoren zutraf. Mundkrebs ist eine der wenigen Krebsarten, deren Überlebensrate sich in den letzten 50 Jahren nicht verbessert hat. Das liegt hauptsächlich daran, dass sich die entsprechende Diagnose in dieser Zeit nicht weiterentwickelt hat (visuelle und manuelle Untersuchung der Mundhöhle) und wir nicht über die Geräte verfügt haben, die uns diesbezüglich unterstützen.

Die orale Form der sog. Plattenepithelkarzinome machen mehr als 90% aller Mundkrebsfälle aus. Sie lassen sich nur schwer von anderen, gutartigen Veränderungen in der Mundhöhle unterscheiden. Plattenepithelkarzinome und potenziell bösartige Läsionen können als weiße Flecken (Leukoplakie), in Form eines geröteten Bereichs (Erytroplakie) oder als Mischung aus beidem (Erytroleukoplakie) auftreten. Oft sieht die Schleimhaut bei normalem Licht betrachtet ganz normal aus, diese Zellveränderungen sind für das menschliche Auge meist nicht mal mit dem Vergrößerungsglas sichtbar.

Wenn die Läsion sichtbar ist, ist der Krebs bereits in einer invasiven Phase. Die hohe Sterblichkeitsrate hängt unmittelbar mit der mangelnden Früherkennung potenziell bösartiger Läsionen zusammen. Wenn die Diagnose und die Behandlung erfolgen, bevor ein Karzinom die erste Phase übersteigt, liegen die Überlebenschancen bei über 90%.

Diejenigen Krebsarten, bei denen ein bedeutender Rückgang der Sterblichkeitsrate erzielt wurde, wie beim Darmkrebs, beim Gebärmutterhalskrebs und beim Prostatakrebs, verdanken diese positive Entwicklung der Früherkennung.

Eine frühzeitige Erkennung, Diagnose und Behandlung rettet Leben!

Risikofaktoren

Das Verständnis der Entstehungsfaktoren von Krebs trägt unmittelbar zur Vorbeugung dieser Krankheit bei.

1- Das Alter: Das Alter wird oft als ein Risikofaktor für Mundkrebs angegeben, da die Krankheit in den meisten Fällen bei über 40-Jährigen auftritt. Das Alter der diagnostizierten Patienten kann auf eine biophysische Komponente der Alterungsprozesse der Zellen hinweisen, die eine bösartige Veränderung ermöglichen, oder möglicherweise darauf, dass die Fähigkeiten des Immunsystems mit dem Alter abnehmen.

Es ist aber dennoch wahrscheinlich, dass andere Faktoren, wie Tabak- und Alkoholgenuss, die wahren Schuldigen sind.

2- Chemische hautreizende Faktoren: Wir können jahrzehntelang rauchen und so die Entstehung eines Krebses beschleunigen – Tabakkonsum in allen seinen Formen ist die Nummer Eins in der Liste der Risikofaktoren. Mindestens 75% der Diagnostizierten sind Raucher. Wenn der Tabakgenuss mit der Einnahme von Alkohol kombiniert wird, steigt das Risiko deutlich. Wer raucht und Alkohol trinkt, hat ein 15 Mal größeres Risiko, an Mundkrebs zu erkranken, als andere Menschen.

3- Umweltfaktoren: Als Risikofaktoren gelten auch bestimmte, sehr stressige Lebensstile. Außerdem gibt es physische Faktoren wie ultraviolette Strahlung, ausgedehnte Sonnenbäder etc. Dies ist ein ursächlicher Faktor für die Entstehung von Lippenkrebs, genau wie andere Hautkrebsarten. Der Lippenkrebs ist eine Mundkrebsart, deren Auftreten in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat. Das liegt möglicherweise am größeren Bewusstsein über die schädlichen Auswirkungen von Sonnenbädern und der Wichtigkeit von Sonnenschutzfiltern.

4- Biologische Faktoren: Zu den biologischen Faktoren gehören Viren und Pilze, die im Zusammenhang mit Mundkrebs entdeckt wurden. Das HPV-Virus (humane Papillomaviren), besonders HPV 16 und 18, hängt mit einigen Fällen von Mundkrebs zusammen. Rund 40 Millionen US-Bürger sind mit dem sexuell übertragbaren HPV-Virus infiziert. Es gibt etwa 80 HPV-Stämme, die meisten davon sind ungefährlich. 1% der Infizierten tragen allerdings das HPV 16-Virus, einen Verursacher von Gebärmutterkrebs, bei dem inzwischen auch eine Verbindung zum Mundkrebs nachgewiesen wurde. Es gibt weitere Risikofaktoren im Zusammenhang mit Mundkrebs, aber noch wurden diese nicht definitiv bestimmt, um dann ihre Entwicklung beeinflussen zu können. Dazu gehört auch die Knötchenflechte, eine entzündliche Erkrankung der Mundschleimhäute.

5- Ernährungsbedingte Faktoren: Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass eine Ernährung mit wenig Obst und Gemüse ein Risikofaktor sein kann, und dass eine hohe Zufuhr diese Lebensmittel einen Schutz gegen viele Krebsarten darstellt.

Anzeichen und symptome

Eine der größten Gefahren dieser Krebsart ist, dass sie in den ersten Phasen zumeist gänzlich unauffällig ist. Der Krebs ist nicht schmerzhaft, die physischen Veränderungen wenig sichtbar. Ihr Zahnarzt kann Mundkrebs anhand von Veränderungen im Gewebe erkennen, auch wenn es sich um kleine Verletzungen handelt oder wenn sich der Krebs noch im Anfangsstadium befindet. Er kann als weißliche oder rötliche Stelle erscheinen, wie Gewebeflicken im Mund, oder als kleines, verhärtetes Geschwür, das einer gewöhnlichen Aphte ähnelt.

Es gibt viele gutartige Veränderungen der Mundschleimhaut, manchmal erscheint schon so etwas Simples wie ein Stich in der Backentasche wie eine potenziell gefährliche Veränderung des Gewebes. Sollten Schmerzen oder Verletzungen im Mund länger als 15 Tage anhalten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der die entsprechende Stelle gegebenenfalls analysieren kann. Zu anderen Symptomen gehören ein Knoten oder eine Schwellung, die man im Mund oder in der Kehle spürt, Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Schlucken, Sprechen oder Kauen, Warzen, lang anhaltende Heiserkeit oder Lähmungserscheinungen im Mund-/Gesichtsbereich. Andere Stellen, an denen Mundkrebs auftreten kann, sind die Lippen. Die üblichsten Stellen befinden sich jedoch auf der Zunge oder auf dem Boden der Mundhöhle. Menschen, die Kautabak konsumieren, können Mundkrebs in der Vertiefung zwischen Lippe und Wange oder auf den Schleimhäuten im unteren Kieferbereich entwickeln. In den USA ist der Gaumenkrebs wenig verbreitet, aber nicht gänzlich unbekannt. Der hintere Bereich der Zunge und die Tonsillen sind weitere Stellen, auf denen sich Mundkrebs entwickeln kann. Wenn Ihr Arzt oder Zahnarzt meint, es handele sich um ein verdächtiges Anzeichen, kann nur eine Biopsie Sicherheit bringen. Das tut nicht weh, ist nicht teuer und geht schnell. Es ist wichtig, so schnell wie möglich eine genaue Diagnose zu erhalten, nicht um Panik zu verbreiten, sondern um gezielt eingreifen zu können, wie dies auch in anderen medizinischen Fachbereichen erforderlich ist.

Früherkennung

Früher war es schwierig auszumachen, ob Veränderungen der Schleimhäute Anlass zu Sorgen sind. Eine Untersuchung ergab, dass Anomalien der Mundschleimhäute in den meisten Fällen gutartig sind. Auch einfache Fälle wie eine Aphte, Herpes simplex, eine Wunde durch einen unabsichtlichen Biss in die Backentasche oder Schmerzen durch eine schlecht angepasste Prothese weisen auf den ersten Blick Ähnlichkeiten mit gefährlichen Läsionen auf. Manche dieser Konditionen verursachen physisches Unbehagen, andere sind schmerzlos. Die Frage ist, welche man einfach nur beobachten und welche man genauer untersuchen lassen sollte.

Damit Sie nicht in eine Situation geraten, in der sich eine leichte Läsion weiterentwickelt hat und eine Behandlung schwierig wird, sollten Sie jedes Geschwür, jede farbliche Veränderung, jede Schleimhautschwellung oder

-reizung, jede ungewöhnliche Heiserkeit, die nicht innerhalb von zwei Wochen von selbst verschwinden, als verdächtig ansehen und von einem Facharzt untersuchen lassen. Auch außerhalb der zweijährlichen Routinekontrollen beim Zahnarzt sollte man auf Veränderungen im Mundbereich achten und seinen Zahnarzt gegebenenfalls darauf hinweisen. Ein Zahnmediziner verfügt über ausreichend Kenntnisse, um eine korrekte Diagnose abzugeben und Anzeichen für Mundkrebs zu erkennen.

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